Küchenarbeitsplatten – Der Ratgeber

Kurzbeschreibung der Küchenarbeitsplatten

Küchenarbeitsplatten dienen als Arbeitsfläche in der Küche. Darauf werden Speisen und Getränke vorbereitet sowie Lebensmittel und Küchengeräte abgestellt. Küchenarbeitsplatten sind der waagerechte Abschluss von Einbauküchen. Die Küchenschränke, die auf dem Boden stehen und die Spülmaschine werden durch Küchenarbeitsplatten abgedeckt. Herd und Spülbecken sind in den Küchenarbeitsplatten eingefasst.
Küchenarbeitsplatten machen oftmals das Flair einer Einbauküche aus. Sie muss natürlich auf die Optik und Funktionalität der übrigen Küchenmöbel abgestimmt sein. Außerdem gibt viele verschiedene Möglichkeiten in Form und Farbe, sodass die Auswahl von Küchenarbeitsplatten gut überlegt sein muss.


3 Fragen sollte man sich vor der Auswahl von Küchenarbeitsplatten stellen:
• Möchte ich in der Küche auch wohnen oder arbeite ich nur in der Küche?
• Esse ich auch in der Küche?
• Ist die Küche in den Wohnraum integriert?

Eine weitere Überlegung ist: Wie ist meine Arbeitsweise in der Küche?

Die Relevanz der Antworten auf diese Fragen wird deutlich, wenn sie sich mit den Eigenschaften der einzelnen Materialien von Küchenarbeitsplatten, den Kriterien für den Kauf von Küchenarbeitsplatten und der Pflege der Küchenarbeitsplatten beschäftigen.

Welche Arten von Küchenarbeitsplatten gibt es?

Nachfolgend werden die unterschiedlichen Materialien vorgestellt, aus denen Küchenarbeitsplatten bestehen können vorgestellt. Dazu wird der Werkstoff beschrieben und die Vor- und Nachteile dargestellt.

Küchenarbeitsplatten aus Schichtstoff (Laminat)

Küchenarbeitsplatten aus Schichtstoff sind die Arbeitsplatten, die man in privaten Küchen am häufigsten findet. Es ist die klassische Variante von Küchenarbeitsplatten.
Dieser Werkstoff besteht aus zwei oder mehreren durch Klebstoff miteinander verbundenen Schichten. Die jeweiligen Schichten können dabei aus gleichen oder verschiedenen Stoffen bestehen. Dabei werden in Harz getränkte Papiere oder Textilfasern mit einer Deckschicht zusammengepresst.
Die Vereinigung verschiedener Werkstoffe zur Herstellung von Küchenarbeitsplatten führt dazu, dass die Merkmale der einzelnen Komponenten und deren Vorteile zusammengeführt werden. Beispielsweise wird eine feste und gleichzeitig preiswerte Unterlage geschaffen, die mit einer optisch ansprechenden Deckschicht verbunden wird.
Die Oberfläche oder das Dekor gibt es in den folgenden Varianten:
• Einfarbig oder Fantasiedekor
• Holz- oder Steinoptik
• Glatte oder strukturierte Oberfläche

Vor dem Einbau von Küchenarbeitsplatten aus Laminat oder Schichtstoff sind die Platten vor Feuchtigkeit zu schützen. Am besten lagert man sie unter normalen klimatischen Bedingungen. Beim Transport von mehreren Küchenarbeitsplatten sollten die Dekorseiten nicht übereinander liegen, um Kratzer zu vermeiden.

Vor- und Nachteile von Küchenarbeitsplatten aus Schichtstoff

Küchenarbeitsplatten aus Laminat oder Schichtstoff sind im Vergleich zu Arbeitsplatten aus Naturstein, Granit und Edelstahl preisgünstig.

Arbeitsplatten aus Laminat oder Schichtstoff sind in den vielfältigsten Ausgestaltungen der Oberflächen erhältlich. Sie verbreiten eine warme und angenehme Atmosphäre in der Küche.


Küchenarbeitsplatten aus diesem Werkstoff sind an der Oberfläche relativ schlag- und abriebresistent. Sie sind aber empfindlicher gegen Schnitte direkt in die Küchenarbeitsplatten, als das z.B. bei Naturstein oder Edelstahl der Fall ist. Allerdings sind Küchenarbeitsplatten aus Holz noch empfindlicher. Diese Beschädigungen sind nicht nur aus optischen Gründen negativ, sondern vor allem deshalb, weil sich dort Bakterien sammeln können.
Arbeitsplatten aus diesem Material halten nur kurzfristig hohen Temperaturen, die beispielsweise durch das Abstellen von heißen Töpfen und Pfannen entstehen, stand. Deshalb ist es immer ratsam, bei der Arbeit auf diesen Küchenarbeitsplatten Unterlagen zu benutzen, um das Material zu schützen und Brandflecken zu vermeiden.
Küchenarbeitsplatten aus diesem Material sind unempfindlich gegen Wasser und Wasserdampf. Darüber hinaus werden sie nicht beschädigt, wenn sie mit Alkohol oder organischen Lösungsmitteln in Berührung kommen.

Küchenarbeitsplatten aus Schichtstoff oder Laminat sind pflegeleicht und damit hygienisch. Hierbei ist allerdings zu berücksichtigen, dass glatte Oberflächen leichter zu reinigen sind als raue Oberflächen.

Küchenarbeitsplatten aus Holz

Küchenarbeitsplatten aus Holz sind vor allem in Einbauküchen mit Landhaus-Ambiente anzutreffen. Sie bestehen im Gegensatz zu den Arbeitsplatten nicht aus gepresstem Holz, sondern aus Massivholz. Diese Küchenarbeitsplatten verbreiten ganz besonders viel Wärme und rustikale Atmosphäre und damit eine sehr gemütliche Umgebung in der Küche.


Vor- und Nachteile von Küchenarbeitsplatten aus Holz

Massivholz macht die Küche zu einem Unikat, weil damit jede Küchenarbeitsplatte individuell ist.

Küchenarbeitsplatten aus Massivholz sind teurer als Arbeitsplatten aus Laminat, Kunststoff oder Schichtstoff. Allerdings sind sie günstiger als Küchenarbeitsplatten aus Stein oder Edelstahl.

Holz ist ein sehr natürliches und umweltfreundliches Material zur Herstellung von Küchenarbeitsplatten. Es ist ein Material, das nachwächst und damit nachhaltig ist. Auch die Entsorgung dieser Küchenarbeitsplatten ist weitgehend schadstofffrei.

Allerdings sind Küchenarbeitsplatten aus Holz sehr empfindlich gegen Kratzer und Beschädigungen durch Schnitte. Hier können sich schnell Schmutz und Baktierien festsetzen.
Der Vorteil ist bei diesem Werkstoff, dass Kratzer und andere Schäden durch Nachbearbeiten wie Auswachsen und Abschleifen behoben werden können.

Küchenarbeitsplatten aus Massivholz sind nur bedingt hitzebeständig. Beim längeren Abstellen von heissen Gegenständen besteht die Gefahr von Verfärbungen.

Auch gegen Flüssigkeiten sind Arbeitsplatten aus diesem Material im unbehandelten Zustand empfindlich. Dann quillt das Holz.
Holz ist auch anfällig gegen Flecken.
Dagegen hilft die Pflege der Küchenarbeitsplatten mit Schutzlacken oder die Versiegelung auf Leinölbasis.

Fortsetzung